sind das jetzt die guten alten Zeiten, von denen wir in 30 Jahren sprechen werden? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, es gibt viel Positives zu berichten aus der Reiterszene und es gibt die ein oder andere Baustelle.
Das Jahr 2026 hat begonnen und es heißt zwar, nichts ist so beständig wie der Wandel, dennoch lassen Sie uns den Wandel selbst in die Hand nehmen zum Wohle unserer Pferde.
Um die Reiterwelt in Betrieb zu halten, benötigen wir einige wichtige Komponenten. Zum Beispiel funktionierende Vereine, wirtschaftlich arbeitende Betriebe und selbstverständlich eine gute bis erstklassige Ausbildung.
Bei den Vereinen ist es wichtig, dass im Vorstand Führungspersönlichkeiten sind, denen das fachliche Wissen nicht fremd ist und die begeistern und motivieren können. Den Einsatz im Ehrenamt ist immer weniger selbstverständlich. Letztendlich lebt ein Verein auch vom freiwilligen Einsatz der Mitglieder.
Bei den Betrieben ist die Wirtschaftlichkeit ein wesentlicher Punkt, den es immer schwieriger wird erhalten zu können. Wir sehen uns mit mit Kostenexplosionen im Bereich Energie und Futter konfrontiert. Und mit den Kosten der vielen kleinen Reparaturen, die täglich anstehen.
In der Ausbildung muss man nichts neu erfinden. Es reicht völlig, wenn man auf der Höhe der Zeit ist und sich viel mit kompetenten Kollegen austauscht, damit man das Bewährte auch präsent hat.
Die Ausbildung ist unsere große Freude und unsere Leidenschaft. Gibt es etwas Schöneres, als ein Pferd, das an seinen Aufgaben wächst? Wenn ein Pferd besser wird und die berechtigte Hoffnung besteht, dass es immer noch besser werden wird – dann ist das einfach ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Aber erreichen lässt sich das nur durch eine fundierte Ausbildung. Und da haben wir glücklicherweise unsere klassische Reitlehre innerhalb unserer dualen Berufsausbildung, die in der Welt einmalig ist und uns durch Situationen jeglicher Art begleitet, Lösungen bietet und Immaterielles Kulturerbe geworden ist. Unter anderem weil es den Pferden bei dieser Ausbildung außerordentlich gut geht.
Schön wäre es, wenn sich die Sichtweise auf die Leistungen während eines Turniers von Reiterinnen und Reitern, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Richterinnen und Richtern immer mehr annähern. Gemeinsame Projekte könnten da helfen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026, dass es Ihnen gelingt, für die Probleme unserer Zeit die richtigen Lösungsansätze zu finden.
Herzlichst Ihr
Burkhard Jung
BBR-Ehrenpräsident