Aktuelles im Juni

Liebe Mitglieder,

es war eine lebhafte Diskussionsrunde Mitte Mai in Warendorf: Unter der Überschrift „Heißes Eisen – Junge Pferde im Turniersport“ prallten die altbekannten Argumente aufeinander. Eine Gruppe möchte die turniermäßige Präsentation dreijähriger Pferde möglichst verbieten, weil sie Überforderung wittert. Die andere Gruppe hält das frühe Training für förderlich, um Muskeln, Sehnen und Bänder zu trainieren und an Belastungen zu gewöhnen. 

Neben all den ideologisch getriebenen Beiträgen war die sachliche und auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basierende Argumentation der Wiener Veterinär-Professorin Dr. Christine Aurich vom Graf-Lehndorff-Institut in Neustadt/Dosse geradezu wohltuend: Wenn man warten müsste, bis alle Wachstumsfugen geschlossen sind, dürften auch jugendliche Menschen vor dem 20. Lebensjahr keinen Sport betreiben! 

Reitmeister Martin Plewa erinnerte daran, wie früher Pferde in der Landwirtschaft zweijährig eingefahren (beigespannt) wurden. Viel besser jedenfalls als stundenlanges Longieren! Die Frage nach der zumutbaren und gesunden Belastung des Pferderückens ist viel wichtiger als ein formales Mindestalter für den Beginn der Ausbildung. In meiner Jugend durfte der Remontereiter nicht mehr als 60 bis 65 Kilogramm wiegen, und dann wurde ohne Sporen im Gelände geradeaus geritten. Oder eben gefahren: Obersattelmeister Manfred Lopp, der langjährige Leiter der hannoverschen Hengstprüfungsanstalt Westercelle (später Adelheidsdorf) erzählte gerne, dass die jungen Hengste nie besser trabten als nach der sechswöchigen Sommerpause, in der sie ausschließlich vor dem Traberwagen geradeaus gefahren wurden.

Daher wundert es mich sehr, dass in der aktuellen Debatte um die möglichst pferdeschonende Ausbildung noch immer nicht der wahre Wert der Arbeit im Zug, sei es vor der Schleppe oder vor dem leichten Wagen, erkannt und thematisiert wird. Ohne Belastung im Rücken die gesamte Muskulatur, die Sehnen und Bänder zu kräftigen sowie Herz und Lunge zu trainieren ist eigentlich perfekt. Mag sein, dass nicht genügend versierte Fahrausbilder zur Verfügung stehen, die den Reitern bei dieser Arbeit helfen. Aber daran kann man arbeiten – wenn man den tieferen Sinn erst einmal erkannt hat. 
Denn eines ist sicher: Fahren schadet nicht – 
weder den Pferden noch den Reitern!

 

Herzlichst Ihr
Rolf Schettler
stellvertretender DRFV-Präsident 
Vorsitzender der Fachgruppe Fahren

 


Bundesvereinigung der Berufsreiter

Zukunft sichern im Reitschulbetrieb

Die Anforderungen an Reitschulen und Ausbilder verändern sich spürbar: steigende Kosten, mehr Aufwand und hohe Erwartungen von Kunden.

Deshalb wollen Dr. Werner Schade, Jan Schulze Niehues und Ulrike Mohr in dem Online-Seminar „Zukunft sichern im Reitschulbetrieb“ am 8. Juni wertvolle Impulse geben und mit Reitschulbetreiberinnen und 
-betreibern sowie Interessierten in den Austausch gehen.

Es geht um faire Preisgestaltung, wirtschaftlichen Druck, Positionierung und Außenwirkung und Perspektiven.

Alle BBR-Mitglieder sind kostenfrei eingeladen.

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Die Basis ausbilden

Tipps bekommen fürs Unterrichten, neue Konzepte, die Basis effektiv fördern – genau darum geht‘s in der Fortbildung zum BBR-Basisausbilder für Pferdewirte, Meister und Auszubildende Pferdewirte. 

Der nächste Lehrgang findet erstmals im Haupt- und Landgestüt Marbach statt, vom 6. bis 17. Juli. 

Am 15. Juni gibt es eine Online-Infoveranstaltung.

Referentinnen und Referenten in Marbach: Markus Lämmle (BBR-Vorstand), Dr. Andrea Pfirrmann (Berufsschullehrerin), Tierärztin Dr. Yvonne Zander, Johanna Manhart, (Kompetenzzentrum Pferd) und Dorothée Mesam (Pferdewirtschaftsmeisterin Pferdehaltung und Service, Pferdewirtin Reiten).

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Webinar: Bildrechte im Netz

Während die Turniersaison in vollem Gange ist, sind und bleiben die Sozialen Medien sehr relevant. Deshalb bietet Pferdesport Deutschland am 7. Juli das Webinar an „Rechte von Reitern bei Foto-/Videoaufnahmen und deren Veröffentlichung im Netz“ mit Rechtsanwalt Felix Damm über rechtliche Möglichkeiten und Grenzen.Felix Damm ist Experte in den Bereichen Urheber- und Medienrecht. 
Interessierte an der Veranstaltung können ihre Fragen schon vorab mailen: hdobler@fn-dokr.de

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Stützpunkttraining für Azubis 

Die BBR startet die neue Ausbildungsinitiative „Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen“ für Auszubildende Pferdewirte in Hamburg und Schleswig-Holstein in den Fachrichtungen Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service sowie Zucht. Unter der Leitung von Susanne Krohn und mit Unterstützung von Katharina von Loga sowie weiteren Pferdewirtschaftsmeister/innen gibt es einmal im Monat praxisnahe Unterrichtseinheiten zu ausbildungsrelevanten Themen. Start ist am 27. Juli bei Susanne Krohn.

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Championate der
Berufsreiter

Im Juli und August stehen gleich drei Berufsreiterchampionate Dressur an: 

 •  das Hessische Championat vom  30. Juli bis 2. August in Neu Anspach

• das Süddeutsche Championat vom 20. bis 23. August in Marbach

• das Deutsche Championat der Berufsreiter Dressur vom 25. bis 30. August in Warendorf

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Azubi Fit Live
Volume 2

Das BBR Azubi Fit Live geht am 
29. August in Warendorf in die zweite Runde: mitten im Geschehen des Bundeschampionats dabei sein, hinter die Kulissen des Spitzensports blicken und mit Reitern, Richtern und Offiziellen ins Gespräch kommen.

Die Stationen
 •  Vorbereitungsplatz Dressur:
Prüfungsvorbereitung – effektiv und in Harmonie
 •  Geländeplatz: Anforderungen an junge Vielseitigkeitspferde
 •  Reitpferdeplatz: Diskussion zum neuen Bewertungsmodus
 •  Championatsplatz Springen: Parcoursbesichtigung mit System
 •  Vorbereitungsplatz Springen: Pferdekontrolle und pferdegerechtes Abreiten

An allen Stationen besteht die Möglichkeit, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Eindrücke aus der Praxis mitzunehmen.

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Wer wird bester Pferdewirt-Azubi?

Die BBR und Pferdesport Deutschland laden herzlich ein zum Bundesberufswettbewerb 2026.

Save the Date
 → 3. und 4. Dezember 
an der Deutschen Reitschule 
in Warendorf

Alle freuen sich auf eine erfolgreiche Veranstaltung, fachlichen Austausch, Vernetzung und die Präsentation beruflicher Kompetenzen!

Weitere Informationen zum Ablauf, zur Organisation sowie zu den Teilnahmebedingungen folgen in Kürze mit der offiziellen Ausschreibung.

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Deutsche Schleppjagdvereinigung

RWS XC-Days: Top-Vorstellungen
am Haus Schwarzenstein

Jagdreiter können es auch ohne Hunde und dann verbinden sie Tradition mit Vielseitigkeit der Extraklasse. Dafür machte der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein aus der Halaliwiese am Haus Schwarzenstein in Hünxe-Drevenack einen top Turnierplatz. Bei der dritten Auflage des Cross Country Days wurde das Format erstmals auf zwei Tage erweitert. 

Tag eins gehörte den Nachwuchspferden mit Ambitionen auf die Bundeschampionate in Warendorf. In den Geländepferdeprüfungen A**, L* und L** stellten über 100 Reiterinnen und Reiter ihre Youngster vor, darunter die Olympioniken Ingrid Klimke, Julia Krajewski und Frank Ostholt mit seiner Frau Sara Algotsson.   

Erstmalig ehrte der RWS in diesem Jahr „Schwarzensteiner Geländepferdechampions“ – eine neue Auszeichnung für das beste fünf- und sechsjährige Pferd, gesponsert vom RWS-Präsidenten Ulrich Hocker und seinem Vize Peter Coenen. Julia Krajewski zeigte mit ChrisTonic zwei makellose Runden in den Ein-Sterne-Prüfungen der Klassen A und L und sicherte sich damit auch den Titel für den Champion der Fünfjährigen. Bei den Sechsjährigen überzeugte Neil Hoffmann (RC Bergerhof) als Sieger in der L** und durfte Celia 50 als Championesse feiern lassen. Die Schauschleppe der RWS-Meute zeigte eindrücklich, dass Tradition und moderner Geländesport in Schwarzenstein zusammengehört. 

Tag zwei begann mit dem der Jugend-Geländeritt – gewonnen von dem Paar mit der höchsten kombinierten Stil- und Gruppennote: Jule Pimentel unterstützt von Rainer Schmitt-Sasse. Nach der CC-Führzügelklasse mit elf Startern bildeten die Team-Geländeritte der Jagdreiter den krönenden Abschluss. Bei den Paaren gewannen die Rodderberger Gillian Hahn und Dr. Ralf Schopohl mit einer auf die Sekunde genau gerittenen Idealzeit. Bei den Dreier-Teams triumphierten Leoni Leuwer, Janika Pleiß und Jana Miebach. 

Text: Carla George
Foto: Patricia Welp

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DRFV/Bundesvereinigung der Berufsreiter

Udo Lange verstorben

Der hochverdiente Berufsreiterkollege Udo Lange ist gestorben. Jan Tönjes hat auf equi-pages.de einen Nachruf verfasst: 

Im Alter von 83 Jahren ist Udo Lange verstorben. Der Ausbilder war eine prägende Persönlichkeit im deutschen Dressursport. Dem mehrfachen Deutschen Meister der Berufsreiter wurde 1996 der Titel „Reitmeister“ verliehen. Zu seinen Schülerinnen und Schülern zählten Antonie, „Ton“, de Ridder, Margit Otto-Crepin (FRA) und Christilot Boylen (CAN). 
Udo Lange kam als Teenager nach Düren in Köln. Geboren wurde er am 13. April 1943 in Dresden. Zu reiten begann er im Stall von Otto Nagel, 1958 begann er eine Bereiterlehre, zunächst in Hilden. Die Ausbildung beendete er in der Westfälischen Reit- und Fahrschule unter der Leitung von Paul Stecken.

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Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Islandpferdehof Almetal

Der Islandpferdehof Almetal ist ein durch den IPZV geprüfter Fünf Sterne-Pensionspferdebetrieb und Ausbildungsbetrieb für Pferdewirte in den Fachrichtungen Spezialreitweisen (Gangpferde), Pferdezucht sowie Pferdehaltung und Service.

Es gibt einen großen Reitschulbetrieb, Pensionspferdehaltung, 25 Hektar Grünlandbewirtschaftung und im Betrieb wird gezüchtet. Rund 100 Isländer leben auf dem Islandpferdehof in Offenstall- und Weidehaltung, 60 am Hof und rund 40 Zucht- und Jungpferde auf der Außenstelle Volkehof. Es gibt eine Reithalle, eine Ovalbahn, ein Dressurviereck, ein Roundpen und Reitwege sowie überdachte Putzplätze, Waschständer, Extrapaddocks und sechs Boxen.

Regina Eckert ist Pferdewirtschaftsmeisterin, IPZV Trainerin A, IPZV Jungpferdebereiterin, API-Prüferin, Hestadagarrichterin und Mitglied der Prüfungskommision für Pferdewirte. Sie bildet angehende Pferdewirtinnen und Pferdewirte seit 2011 aus, von zwölf Azubis haben fünf mit Auszeichnung abgeschlossen, und führt den Betrieb mit Carsten Eckert, internationaler Sportrichter und IPZV Sportrichter, Teamchef deutschen Equipen.

Zu den Hauptaufgaben der drei Auszubildenden gehören das Versorgen, Füttern und die Pflege der Pferde und Stallungen, Weidemanagement, die Zuchtplanung, Unterstützung im Kinderreitschulbetrieb, vor allem in der Reitvorschule und bei den Voltigierkindern, die Betreuung der Pensionspferde, Kundenbetreuung und Ausbildung der selbst gezüchteten Isländer.

„Mir als Ausbilderin ist erst mal wichtig, auch wenn es sehr plakativ ist, dass Pferdewirt kein Beruf ist, sondern eine Berufung. Außerdem lege ich großen Wert darauf, dass unsere Azubis vielseitig ausgebildet werden, dass sie sich nicht auf einen Bereich spezialisieren, sondern sich in allen Lebenslagen zu helfen wissen, beruflich handlungskompetent sind und alles geregelt bekommen, auch wenn ich mal nicht da bin“, betont Regina Eckert. „Deshalb schicke ich meine Azubis in Haltung und Service auch regelmäßig zu meinem Kollegen mit Warmblutpferden, so kommen sie auch klar, wenn sie nicht 1,40 Meter fürs Longieren auftrensen sollen, sondern 1,70 Meter.“

Islandpferdehof Almetal → 

Zehnter Titel für Michael Jung

Mit einem sauberen Durchmarsch hat sich Michael Jung seinen zehnten (!) Titel im Berufsreiterchampionat Vielseitigkeit gesichert. Zum dritten Mal mit seinem Spitzenpartner Chipmunk. Und nicht nur das: Im Nationenpreis, dieses Jahr erstmals in Marbach ausgetragen, gewannen Michi und das deutsche Team Gold. Ein guter Auftakt im im Jahr der WM im eigenen Land.
Mehr als einen Springfehler dahinter platzierte sich Pferdewirtschaftsmeisterin Julia Krajewski mit 32,9 Minuspunkte auf dem zweiten Platz sowohl in der Wertung des Berufsreiterchampionats wie auch der CCIO4*-S Prüfung. Die Olympiasiegerin von Tokio hatte den zwölfjährigen Iren Tullabeg Platinum dabei. Wie schon 2024 sicherte sich Libussa Lübbeke, Sportsoldatin aus Warendorf, mit ihrer 16-jährigen Hannoveraner Stute Caramia v. Comte den Bronzerang im Berufsreiterchampionat, Rang sieben in der CCIO-Wertung.

Berufsreiterchampionat Vielseitigkeit → 

Westdeutsche Championesse: Sabine Egbers

Beim Grafschafter Dressurfestival in Haftenkamp im Stall Egbers konnte sich die Chefin des Hauses, Sabine Egbers, erstmals den Titel im westdeutschen Berufsreiterchampionat sichern. Etliche Male war sie schon auf dem zweiten und dritten Platz gelandet. Nun hat es zum Sieg gereicht. Qualifiziert hatte sie sich mit dem neunjährigen Oldenburger Burley. Mit Sabine Egbers im Finale waren zwei nicht minder finalerfahrene Pferdewirtschaftsmeister. Zweite wurde Sabrina Geßmann auf Sandy, einer neunjährigen San Amour I-Tochter, mit einem quasi Heimerfolg. Denn Sabrina Geßmann hatte ihre Pferdewirt-Ausbildung im Stall Egbers absolviert. Der Drittplatzierte David Leßnig hat das beste Pferd des Finales mitgebracht: First Class, einen elfjährigen Oldenburger Sohn des For Romance.

Qualifikation zum bundesweiten Berufsreiterchampionat

In einer S***-Prüfung ging es in Haftenkamp außerdem um die Qualifikation zum bundesweiten Berufsreiterchampionat Dressur, das dieses Jahr erstmals über drei Etappen und dem Finale auf den Bundeschampionaten in Warendorf ausgetragen wird. Ein Ticket gelöst haben Pia Hesse-Wischerath, die mit Franco Salentino die Prüfung gewonnen hat, Sabrina Geßmann auf Rockyna und Therese Nilshagen (SWE) mit Bellany.

Westdeutsches Championat → 

Deutscher Reiter- und Fahrer-Verband
Bundesvereinigung der Berufsreiter
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Impressum

Herausgeber: Deutscher Reiter- und Fahrer-Verband (DRFV) und Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) im DRFV

Verantwortlich für den Inhalt: Hubertus Schmidt, Hannes Müller, Carolin Lux

Geschäftsführerin: Carolin Lux (DRFV und BBR)

DRFV e.V.
Münsterweg 57
48231 Warendorf

Kontakt: 
info@drfv.de, 0160-5815866
geschaeftsstelle@berufsreiterverband.de, 05423-9516606

Amtsgericht Münster
Vereinsregister-Nr. 60977

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