Aktuelles im Mai

Liebe Mitglieder,

um mich aus dem Tagesgeschäft herauszubeamen, schalte ich schon mal den Fernseher ein. Eine Sendung mit friedlichen Botschaften ist „Sing meinen Song“. Begeisterte Musiker verschiedenster Couleur tauschen sich aus und haben rührselige und anerkennende Momente, wenn das eigene Werk von jemand anderem vorgestellt wird. Auf einmal fragt einer, wie man mit dem Stress der Existenzsicherung umgeht, den Belastungen des Alltags, den Reisen und Auftritten. Ohne zu zögern, antwortet ein anderer: „Ich erinnere mich, warum ich meinen Weg eingeschlagen habe. Es ist die Liebe zur Musik und die Faszination, musizieren zu können. Ein ganz besonderes Lebensgefühl, dass einen trägt.“ 
Das war wie ein kleiner Blitzschlag. 

Ist es das, was wir nur allzu schnell im Alltag vergessen? Dass wir eine ganz besondere Triebfeder in uns tragen, wenn wir tagtäglich unsere Zeit im Stall verbringen. Ob als Ausgleich für einen anstrengenden Arbeitstag oder eben sogar als Lebensmodell zur Existenzsicherung. Wäre es nicht eine tolle Sache, wenn wir als Pferdemenschen uns gegenseitig anerkennend in unseren Bemühungen immer mal wieder zusammenfinden und die Ergebnisse unserer Ausbildungsfortschritte gegenseitig begutachten und feiern würden? Natürlich auch mit einem Austausch, es noch besser zu machen zum Wohl unserer Pferde. Sicherlich haben wir Veranstaltungen, bei denen das in einer gewissen Form stattfindet. Aber für all diejenigen, die sich diesem Format nicht stellen, wäre ein Ort des Austauschs doch eine gute Idee. Die persönliche Entwicklungskurve in den Vordergrund zu stellen und nicht gleich dem Leistungsgedanken alles unterzuordnen. 
Die Toleranz der Vielfältigkeit des Umgangs mit den Pferden zu feiern und anzuerkennen, geht allzu oft verloren. 

Bei dem Berufsreiterchampionaten, wenn der Pferdewechsel ansteht, ist davon etwas zu spüren. Gut ausgebildete Pferde und Reiter tauschen sich aus. Natürlich ist es ein Wettbewerb, aber der gegenseitige Respekt ist allgegenwärtig.

Lassen Sie uns gemeinsam die Triebfeder, die Liebe zu den Pferden, im Fokus behalten und mit neuen Formaten, Veranstaltungen und Orten der Begegnung für die Zukunft des Pferdes in unserer Gesellschaft arbeiten.

 

Herzlichst Ihr
Hannes Müller
Erster Vorsitzender der BBR 

 

Deutsches Championat der Berufsreiter

Berufsreiterchampionat meets Bundeschampionat

Erstmalig wird das Finale des Deutschen Championats der Berufsreiter Dressur auf dem Bundeschampionat in Warendorf ausgetragen. Vorneweg gibt es drei Qualifikationsetappen. Ein neuer Modus!

Auf den Turnieren der regionalen Championate in Haftenkamp und Neu-Anspach sowie auf der Anlage von Vorstandsmitglied Ulrich Rasch in Brunnthal finden die Qualifikationsprüfungen statt. In Haftenkamp und Neu-Anspach werden ein Kurz-Grand Prix sowie in Brunnthal eine Intermediaire II-Prüfung geritten. Die besten drei Berufsreiterinnen und Berufsreiter je Prüfung qualifizieren sich für Warendorf. Die BBR unterstützt alle Finalteilnehmer mit 300 Euro pro Person.

Auf dem Bundeschampionat gibt es eine Einlaufprüfung und ein Finale mit Pferdewechsel. Freitags tragen die neun qualifizierten Reiterinnen und Reiter eine Einlaufprüfung als Kurz-Grand Prix aus. Am Sonntag findet das Finale mit Pferdewechsel für die drei besten Reiterinnen und Reiter statt. 

Berufsreiterchampionat → 

BBR/DRFV

Bundesberufsreitertag 2027 auf der Equitana

Der Bundesberufsreitertag 2027 gastiert auf der Pferdemesse Equitana, wieder gemeinsam mit den insgesamt zehn Fachgruppen des Deutschen Reiter- und Fahrer-Verbandes. 

Das Thema: 
Pferde. Unser Wissen. Dein Erlebnis.
Vielfalt mit einer Stimme fürs Pferd 

Jetzt schon vormerken: 
22. und 23. März 2027.

Es wird zahlreiche Fachvorträge und Praxisdemonstrationen in den Ringen geben, in vielen unterschiedlichen Disziplinen. 
Zum Programm des Bundesberufsreitertags gehören ebenfalls die Mitgliederversammlungen, der Berufsreiterabend und die Equitana Night. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, die Hengstschau, die Hop Top Show und die gesamte Messe zu besuchen.
Mehr Vielfalt geht nicht!
Wir freuen uns drauf!

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Bundesvereinigung der Berufsreiter

Die Basis ausbilden

Tipps bekommen fürs Unterrichten, neue Konzepte, die Basis effektiv fördern – genau darum geht‘s in der Fortbildung zum BBR-Basisausbilder für Pferdewirte, Meister und Auszubildende Pferdewirte. 

Der nächste Lehrgang findet erstmals im Haupt- und Landgestüt Marbach statt, vom 6. bis 17. Juli. 

Am 15. Juni gibt es eine Online-Infoveranstaltung.

Referentinnen und Referenten in Marbach: Markus Lämmle (BBR-Vorstand), Dr. Andrea Pfirrmann (Berufsschullehrerin), Tierärztin Dr. Yvonne Zander, Johanna Manhart, (Kompetenzzentrum Pferd) und Dorothée Mesam (Pferdewirtschaftsmeisterin Pferdehaltung und Service, Pferdewirtin Reiten).

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BBR/DRFV

Heiliger Georg hatte Namenstag

Der Heilige Georg gilt als Schutzpatron der Reiter. Er ist sowohl auf dem DRFV- wie auch auf dem BBR-Logo zu sehen. Und er war Namensgeber unseres langjährigen Verbandsmagazins St.GEORG.

Genauer gesagt ist der Heilige Georg der Schutzpatron mehrerer Berufe und Gruppen – vor allem solcher, die mit Mut, Kampf oder Schutz zu tun haben, wie z.B. der Soldaten, Polizisten, Pfadfinder, Bauern, Landwirte und eben der Reiter.

 

Der Drache in der Darstellung steht nicht für ein reales Tier, sondern symbolisiert das Böse, Chaos und Gefahr. Der Kampf Georgs dagegen ist Sinnbild für Mut, Glaube, Zivilcourage, Einsatzbereitschaft und den Einsatz für das Gute.

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Deutsche Schleppjagdvereinigung

Weichen für die Zukunft gestellt

Mit der Ausrichtung der Jahrestagung der Deutschen Schleppjagdvereinigung feierte der Schleppjagdverein von Bayern seinen 40. Geburtstag im Kreis von Meutehaltern und Jagdreitern aus ganz Deutschland und dazu vielen Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft. 

Auf dem Gut Sedlbrunn und am Kennel in Pöttmes wurden drei Tage lang Beratungen geführt, gefeiert und die Weichen für die Zukunft gestellt. Zum ersten Mal führt jetzt eine Frau die Fachgruppe Schleppjagd. Stephanie Schreck, Unternehmerin aus Forst, löst Egbert von Schultzendorff ab, der nach 14 Jahren im Amt den Vorsitz abgab. Der DRFV-Vizepräsident Rolf Schettler zeichnete den langjährigen Master der Niedersachsenmeute, Rechtsanwalt aus Dorfmark, zum Abschied mit der Verdienstnadel des Deutschen Reiter- und Fahrer-Verbandes aus. Die weiteren Mitglieder im DSJV-Vorstand wurden einstimmig wiedergewählt. Toni Wiedemann, Master und Präsident des Schleppjagdvereins von Bayern bleibt der Stellvertreter, Philipp Jakob (Bielefeld) und Chris Gabrielse (Dinslaken) sind die Referenten für den Sport bzw. die Zucht, Petra Schlemm für Öffentlichkeitsarbeit, und die Verbindung zum Jagdgebrauchshundeverband hält weiter Dr. Michael Weiler als Beisitzer. Weitere Fachleute sollen später vom neuen Vorstand noch benannt werden.

Die drei Tage beim SvB waren ein „Hochamt“ der Tradition in Bayern mit Volkstanz und Blasmusik und eine eindrückliche Zeitreise durch die Geschichte des Schleppjagdvereins und seiner Hundezucht. Ganz besonders im Gedächtnis bleiben wird die Schauschleppe am Samstagnachmittag, wo Sissi Veit-Wiedemann und Kathrin Haselbauer vor staunendem Fachpublikum die Foxhounds in zwei Packs mit einer klug ausgearbeiteten Choreographie vorstellten, quasi als Quadrille für Schleppjagdhunde. 
Weltpremiere!   

Text und Bild: Petra Schlemm

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Gut versichert

Sicher im Sattel: Berufsunfähigkeits-versicherung

Für Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister gehört die tägliche Arbeit mit Pferden ganz selbstverständlich zum Berufsbild – sei es im Training oder auf dem Turnierplatz. Doch so routiniert der Umgang auch ist, die Risiken bleiben: Ein Sturz kann jederzeit passieren. In vielen Fällen gehen solche Unfälle glimpflich aus, doch was passiert, wenn die Folgen schwerwiegend sind und eine Rückkehr in den Beruf unmöglich wird? 

Genau hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) an. Während eine klassische Unfallversicherung lediglich bestimmte Schadensfälle abdeckt, bietet die BU einen deutlich umfassenderen Schutz. Sie greift nicht nur bei Unfallfolgen, sondern auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei psychischen Belastungen wie Burnout. Eine Art „Vollkaskoschutz“ für die eigene finanzielle Existenz.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Relevanz: Etwa jede vierte Person wird im Laufe ihres Lebens berufsunfähig, rund 43 Prozent davon aufgrund psychischer Erkrankungen. Für Menschen in körperlich anspruchsvollen Berufen wie der Pferdewirtschaft ist eine solide Absicherung daher besonders wichtig.

Die Herausforderung: Viele Versicherer stufen Pferdeberufe als risikoreich ein, was den Zugang zu bezahlbaren Policen erschwert. Durch spezielle Rahmenvereinbarungen kann dennoch häufig eine attraktive Absicherung ermöglicht werden. Vor allem für Personen ohne Turnierteilnahme sind die Konditionen oft günstiger.

Auch für aktive Turnierreiter gibt es inzwischen passende und bezahlbare Lösungen. Dressur und Springreiten ist i.d.R. bis Klasse S versicherbar.

Ein wichtiger Baustein ist auch die sogenannte „Gelbe-Schein-Regelung“: Bereits eine normale sechsmonatige Krankschreibung genügt, damit die vereinbarte BU-Rente rückwirkend ausgezahlt wird – unabhängig davon, ob man angestellt oder selbstständig ist. Bei einer monatlichen Rente von 1.000 Euro bedeutet das beispielsweise eine Einmalzahlung von 6.000 Euro für die ersten sechs Monate sowie anschließend fortlaufende Zahlungen. Diesen Baustein bietet ausgewählte Anbieter innerhalb der BU-Versicherung an.

Sollte sich daraus eine dauerhafte Berufsunfähigkeit entwickeln, verschafft diese Regelung wertvolle Zeit, um den Leistungsantrag vorzubereiten, ohne sofort unter finanziellen Druck zu geraten.

Angesichts der Unwägbarkeiten im Berufsalltag bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung somit einen zentralen Schutzbaustein. Wer frühzeitig vorsorgt, sichert nicht nur seine berufliche Zukunft, sondern auch die eigene Existenz – im Sattel und darüber hinaus.

Schütz & Thies → 

Deutscher Reiter- und Fahrer-Verband
Bundesvereinigung der Berufsreiter
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Impressum

Herausgeber: Deutscher Reiter- und Fahrer-Verband (DRFV) und Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) im DRFV

Verantwortlich für den Inhalt: Hubertus Schmidt, Hannes Müller, Carolin Lux

Geschäftsführerin: Carolin Lux (DRFV und BBR)

DRFV e.V.
Münsterweg 57
48231 Warendorf

Kontakt: 
info@drfv.de, 0160-5815866
geschaeftsstelle@berufsreiterverband.de, 05423-9516606

Amtsgericht Münster
Vereinsregister-Nr. 60977

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