Jahrestagung der Fachgruppe Amateurausbilder

im Hotel „Waldhütte“ in Telgte für die Theorie und in der Reitanlage des RV Milte-Sassenberg für die Praxis

 

 

In einer Umgebung, die die TeilnehmerInnen der Jahrestagung bislang so nicht kannten, kamen in diesem Jahr ca. 70 AmateurtrainerInnen zur Fortbildung zusammen.
Uwe Spenlen, Vorsitzender der Fachgruppe seit Gründung 2005, hat erneut zu einer qualitativ hochwertigen Veranstaltung geladen. Die hochkarätigen Referenten wie Martin Plewa, Karin Lührs und Wilfried Gehrmann sowie Bernd Niehoff und Jessica Mersmann haben durch ihre Beiträge die AusbilderInnen animiert auf bereits bekanntes Wissen zurückzugreifen, sich das eigene Wissen wieder präsent zu machen sowie zugleich neues Wissen zu erlangen.
Die klug durch getaktete Agenda, aufgeteilt in theoretische und praktische Einheiten, ließ keine Langweile aufkommen.

 

In Anknüpfung an den Vortrag des Vorjahres erlebten die Teilnehmer „Hufbeschlag und seine Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Pferdes“. Fachbegriffe wurden definiert, Merkmale eines Befundes sowie, was vom Schmied und Pferdebesitzer zu beachten ist, detailliert erläutert. Die Zuhörer ließen anschließend „Wirkungsweisen und korrekte Anwendungen von Gebissen, Zäumungen und Hilfszügeln“ auf sich wirken. Dem Thema „Skala der Unterrichtserteilung“ wurde zurecht viel Zeit eingeräumt. Das Thema wurde zunächst in Theorie vorgestellt, dann in Praxis demonstriert. Stichwort ist hier der handlungsorientierte Unterricht, ein schülerorientierter Unterricht. Die Merkmale eins solchen sind Ganzheitlichkeit (körperliche, geistige, emotionale und soziale Beanspruchung und Förderung)  und Schülerbeteiligung (der Schüler wird an Planung und an Struktur des Lernprozesses beteiligt, seine bisherigen Erfahrungen werden berücksichtigt). So bietet der handlungsorientierte Unterricht dem Ausbilder Möglichkeiten, seinen Reitschüler weiterzubringen und dabei selbständige Entscheidungen zu treffen. Der Reitschüler wird dadurch selbst tätig, handlungsfähig und selbständig. Die notwendigen Handlungskompetenzen eines guten Ausbilders sind hierfür fachliche, methodische und soziale. Ein genauer Handlungsablauf in Form eines Gestaltkreises wurde den Interessierten vorgestellt. Die Praxis zeigte allen TeilnehmerInnen wie unterschiedlich Reiter auf diese handlungsorientierten Angebote reagieren und wie ein Ausbilder es leicht oder eben auch schwer haben kann.

Die Vorstellung des Themenblocks „Reitunterricht für Kinder“ hatte als Schwerpunkt die breite Angebotspalette verbunden mit dem Blick auf den Gesundheitssport Reiten. Was wie möglich ist wurde mit Erfahrungen aus der Praxis unterlegt. Durch die theoretische Einführung „Arbeit an der Doppellonge“ mit anschließender Praxisvorführung verschiedener Pferde auf unterschiedlichen Ausbildungsniveaus durch den Doppellongen-Papst erhielt die Jahrestagung bis zum Schluss ihre Hochwertigkeit.

 

In den Pausen zwischen den Einheiten und auch am Samstagabend hatten alle TeilnehmerInnen die Gelegenheit sich über das Erlebte, Neu-Erlernte und bisherigen Erfahrungen auszutauschen. Auch die inzwischen zur Tradition gewordene dazugehörige Staufen-Buchhandlung Rudolph war vor Ort.

 

Beim gemeinsamen Abendessen nutze die noch im Aufbau befindende neue Fachgruppe im DRFV „Gesundheitssport mit Pferd“, vertreten durch Dr. Christine Heipertz-Hengst, die Chance einer Kurzvorstellung der Fachgruppe.

 

Ein dickes Dankeschön für diese erfolgreiche Jahrestagung gilt insbesondere Uwe Spenlen für die viele, gute Arbeit, die im Laufe eines Jahres zur Vorbereitung notwendig ist. Der Dank geht aber auch an die tollen Referenten und an all diejenigen, die zu dieser Tagung erfolgreich beigetragen haben.

 

Angela Turck

27.01.2019