Die Hardt-Meute und der Badische Schleppjagdverein trauern um ihren langjährigen ehemaligen Master. Am Vorabend des großen bundesweiten Meutetreffens zur Junghundeschau, nur wenige Wochen vor Erreichen seines 76. Lebensjahres, ist Gerd Klapschus plötzlich verstorben. Seit 1981 war er dieser Meute mit großer Passion verbunden, beinahe die Hälfte seines Lebens. Erst 2017 hat er sich aus der Reiterei zurückgezogen, und seine Frau Andrea Wiehn hat die Hunde übernommen.

Passion für Rennpferde
Wohl 600 Schleppjagden ist Klapschus mit den schnellen und spurtreuen Grand Anglo Francais der Hardtmeute geritten. Bei seinen Pferden schwor der passionierte Besitzertrainer auf englische Vollblüter, die er über den Sommer auch auf kleinen Rennbahnen der Umgebung laufen ließ. Sein Paradepferd war ein viermal weiß gestiefelter Fuchs, der einst als Jährling für 120.000 Mark in Baden-Baden versteigert worden war und nach einigem Unglück in den Startboxen bei Klapschus sein „zweites Leben“ genoss – und das während seiner aktiven Rennlaufbahn auch recht einträglich gedankt hat. Die Kombination aus Rennen und Jagen gelang dem Saarländer bei fast allen Pferden gut.
Seine Anfänge als Meuteführer erlebte Klapschus mit der Saar-Pfalz-Beagle-Meute, die er sich im Alter von 29 Jahren selbst zusammengestellt hatte – aus Haushunden, die aus den unterschiedlichsten Milieus zu ihm fanden. „Von Champagner bis Frolic mit Hackfleisch-Füllung“ beschrieb er die Herkunft der Verwöhntesten.
Text: Petra Schlemm
Foto: Thore Brockhoff
